
Wir trauern um Christine Fleck-Bohaumilitzki
Christine Fleck-Bohaumilitzki (1955 – 2026)
Mit tiefer Trauer und großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Christine Fleck-Bohaumilitzky, die am 26. August 2026 verstorben ist.
Christine Fleck-Bohaumilitzky wurde 1955 in Linz an der Donau geboren. Nach ihrem Theologiestudium in Innsbruck, das sie 1982 abschloss, widmete sie ihr berufliches Leben dem Dienst an trauernden und leidenden Menschen, zunächst im Religionsunterricht, später als fachliche Leiterin des Vereins Verwaiste Eltern München e.V. und schließlich, seit 2002, als Pastoralreferentin in der Klinikseelsorge der Erzdiözese München und Freising, unter anderem an den Helios-Kliniken Dachau und Indersdorf.
Als Theologin, Supervisorin (DGSv) und TZI-Gruppenleiterin brachte sie ihre fachliche Kompetenz und ihre menschliche Wärme in unzählige Begegnungen mit trauernden Eltern und Geschwistern ein. Sie war Gründungsmitglied im Bundesverband Trauerbegleitung e.V. und über viele Jahre eng mit unserem Verband verbunden. Als Mitglied des Gründungsvorstands des Bundesverbandes Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. prägte sie unsere Arbeit von Beginn an, war von 1997 bis 2006 im Vorstand tätig, als Schriftführerin sowie als 2. und 1. Vorsitzende und wurde später zum Ehrenmitglied ernannt. Bis zuletzt war sie Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats und stand uns mit ihrem Rat und ihrer Erfahrung zur Seite.
Mit Büchern wie „Wenn Kinder trauern“ und „Überall deine Spuren. Eltern erzählen vom Tod ihres Kindes“ gab sie unzähligen Familien Sprache und Orientierung in ihrer schwersten Zeit. Ihr Anliegen war es stets, Kinder und Erwachsene in ihrer Trauer ernst zu nehmen und ihnen zu vermitteln, dass das Leben trotz allen Schmerzes lebenswert bleibt – eine Botschaft, die sie selbst in zahllosen Vorträgen und Begegnungen weitergab.
Wir verlieren mit Christine Fleck-Bohaumilitzky eine Wegbereiterin der Trauerbegleitung in Deutschland, eine geschätzte Kollegin und eine Freundin, deren Wirken die Arbeit unseres Verbandes von Anfang an mitgeprägt hat. Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann, ihren beiden Töchtern und allen, die ihr nahestanden.
Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.
Der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V.